Spezialseminare

In diesem Kurs gibt es noch freie Plätze.

03.12.2021

EMDR-Therapie für Persönlichkeitsstörung mit komplexer Traumatisierung

Leitung: Dolores Mosquera

Ort: Köln-Deutz

Teilnahmegebühren: Finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Persönlichkeitsstörungen sind in der Regel eine Herausforderung für TherapeutInnen. KlientInnen mit dieser Diagnose weisen häufig risikoreichere Verhaltensweisen, Schwierigkeiten bei der Selbstregulierung, der Impulsivität und schwerwiegende Probleme bei zwischenmenschlichen Beziehungen auf. Einige KlientInnen, insbesondere solche mit Borderline Persönlichkeitsstörung, zeigen auch selbstschädigendes Verhalten, Suizidgedanken und ein Risiko und/oder eine Vorgeschichte von Suizidversuchen. Andere, wie z. B. KlientInnen mit antisozialer Persönlichkeitsstörung, haben eine schlechte Impulskontrolle und aggressive Reaktionen, die für sie und andere, einschließlich TherapeutInnen, erschreckend sein können. Viele dieser PatientInnen sind schwer traumatisiert bzw. bindungstraumatisiert.

Angesichts der Herausforderungen, die durch Persönlichkeitsstörungen entstehen, und der starken Auswirkung, die die EMDR Therapie bei unseren KlientInnen auslösen kann, müssen TherapeutInnen Gegenübertragungsprobleme erkennen. Das Erkennen dieser Probleme und wie man sie handhabt, ist von entscheidender Bedeutung, um in der EMDR Therapie nicht steckenzubleiben. TherapeutInnen, die mit Persönlichkeitsstörungen arbeiten, müssen sehr darauf achten, was in ihnen selbst ausgelöst wird, um über die Abwehrreaktionen sowohl der KlientInnen als auch der TherapeutInnen hinausblicken zu können.

Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen zu helfen, Persönlichkeitsstörungen aus der Perspektive des Adaptiven Informationsverarbeitungs Modells zu verstehen. Fallkonzeption und Zielauswahl bei den verschiedenen Persönlichkeitsstörungen werden besprochen.

In den Lehrvideos und Vorträgen werden wir auf folgende Punkte eingehen:

  • Anpassung der EMDR-Behandlung auf diese spezifische Personengruppe
  • Wie kann eine Verbindung zwischen den Symptomen der KlientInnen (einschließlich der üblichen Schwierigkeiten in der therapeutischen Beziehung) und ihrer/seiner frühkindlichen Umgebung hergestellt werden?
  • Wie und wann sind die gemeinsamen Abwehrmechanismen, die bei EMDR auftreten, festzustellen?
  • Wie können Sie die Verarbeitung innerhalb des Toleranzfensters fortsetzen?


Dolores Mosquera
ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie ist Direktorin des „Institute for the Study of Trauma and Personality Disorders” (INTRA-TP) in Spanien, einem Institut, in dem sie seit vielen Jahren an Fällen schwerer Traumatisierung mit EMDR arbeitet. Sie wurde in verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen ausgebildet und ist EMDR-Supervisorin und -Schulungsleiterin in Europa. Aufgrund ihrer international geführten Seminare, Workshops und Vorträge hat sie umfassende Lehrerfahrung. Sie hat viele Bücher und Artikel über Persönlichkeitsstörungen, komplexe Traumata und Dissoziation veröffentlicht und wird als Expertin auf diesem Gebiet anerkannt.

Teilnahmevoraussetzung: EMDR-Fortgeschrittenen-Seminar
Seminarzeit: 9:00 Uhr – 17:30 Uhr
Zertifizierung durch die Kammer: wird beantragt

Das Seminar wird in Englisch gehalten.
Für eine Übersetzung ins Deutsche können Sie eine Simultanübersetzung per Kopfhörer buchen (Kosten: 30,- €).
Die Kopfhörer sind am Seminartag nur in der vorbestellten Anzahl verfügbar.

Zurück

Weitere Informationen

EMDR-Institut® Deutschland, Dr. Arne Hofmann, Dolmanstr. 86 b, 51427 Berg. Gladbach
Fax: 02204/963182 - Tel.: 02204/25866 - E-Mail: info@emdr-institut.de